Mit der "World Discoverer" auf Expeditionskreuzfahrt nach Vanuatu und Papua Neu-Guinea
 
 

 

 
 

6. Singing in the rain…

18 Tage per Expeditionsschiff von Südsee-Insel zu Südsee-Insel gondeln – ein Traumurlaub. Gegen Ende wurde es allerdings erst feucht und dann stürmisch.

Wir setzen die Reise mit Expeditions-Kreuzschiff und Zodiacs fort. Die Tropen sind für tropische Temperaturen, aber auch tropische Regenfälle bekannt. Dies lässt uns die Zodiac-Überfahrt zum Dorf Kurau am Sepik-Fluss noch etwas länger erscheinen, die über die Murik-Seen führt und 40 Minuten dauert. Aus diesem Dorf stammt der erste Präsident von Papua Neu-Guinea Als wir jedoch den Zustand Kuraus sehen, das schon seit einer Woche unter konstantem Wolkenbruch leidet und fast überall unter Wasser steht, halten wir die Zodiacs nun für richtig gemütlich. Die Dorfbewohner hatten auch gar nicht mehr fest mit uns gerechnet, obwohl für uns sogar Tanzgruppen von Nachbarinseln angereist waren. Während wir im Schulgebäude Schutz vor dem Regen suchen, wird draußen in Regen und Pfützen getanzt. Es scheint zu helfen: Der Dauerregen hört auf und wir können uns auf der Insel umsehen, müssen allerdings aufpassen, nicht in Schlammlöchern einzusinken.


Nun wird klar, warum die Häuser auf Papua Neu-Guinea auf Pfählen über der Erde ruhen (Foto: Society Expeditions)


Bloß nicht ausrutschen, sonst fällt die Tanzvorführung ins Wasser

Zurück an Bord geht es weiter zum Dorf Kopar am Sepik, hinter dem wir erst eine Zodiacfahrt durch ein abkürzendes Flüßchen im Sagopalmen-Dschungel machen dürfen, während die US-Gäste uns mit der World Discoverer erwarten, um anschließend die lange Strecke auf dem Sepik mit dem Expeditionskreuzschiff zurück fahren können, während nun die amerikanischen Gäste in den Zodiacs sitzen. Aussteigen empfahl sich hier nicht: Die Flüsse sind von Krokodilen bevölkert.


World Discoverer mit Zodiacs nach der Dschungel-Durchfahrt auf dem Sepik


Der Dunst über dem Fluss verleiht der Sonne ein Halo


Die Sago-Palme enthält eins der Grundnahrungsmittel Papua Neu-Guineas

Am nächsten Tag wurden wir herzlichst auf der Insel Ali begrüßt, wozu auch das Bemalen unserer Gesichter mit roter Farbe zählte. Die Insel war sehr ordentlich hergerichtet, für unseren Besuch hatten auch die Kinder schulfrei bekommen und erwarteten uns schon am Strand. Das Panorama vom Strand über die See zu den fernen Bergen der Hauptinsel Neu-Guinea ist beeindruckend. Auch Wuvalu, die letzte Insel, die wir in Papua Neu-Guinea besuchen sollten, ist unbeschreiblich interessant. Dort gab es eine Kanu-Regatta, doch unser Team verlor mangels Übung gegenüber dem der Gastgeber. Damit verließen wir Papua Neu-Guinea und nahmen Kurs auf Mikronesien. Doch zuvor erwartete uns König Neptun noch zur obligatorischen Äquatortaufe.


Der Friedhof auf Ali wurde von deutschen Missionaren eingerichtet und benutzt umgedrehte Flaschen zur Eingrenzung der Gräber


Der Anführer der Theatergruppe auf Ali hat für uns immer neue Drohgebärden bereit


Wie gemalt: Blütenpracht auf Ali


Strand oder Berge? Strand und Berge!


Die Essenszeit naht, es wird gekocht


Ordnung herrscht auch in der kleinsten Hütte


Blick in die katholische Kirche von Ali


Auf dem flachen Wuvalu, dessen Wege die Insel einmal umrunden, ist das Fahrrad bevorzugtes Verkehrsmittel, um zur Schule oder vom Dorf Aunna (Sonnenaufgang) zum Dorf Onne (Sonnenuntergang) zu gelangen.


Typische Bauform der Wuvalu-Kanus – hier in der Rennausführung ohne Ausleger


Romantischer Beobachtungsposten am einsamen Strand? Nein, Plumpsklo mit authentischer Wasserspülung...

Leider gelang es uns offensichtlich nicht, den Gott des Meeres milde zu stimmen: Bis jetzt hatte jede Anlandung geklappt, was auf einer Expeditionskreuzfahrt keinesfalls selbstverständlich ist, doch auf die beiden letzten Inseln der Reise mussten wir nun verzichten. Es lag nicht daran, dass die Amerikaner angesichts ihrer Atombombentests auf den Marschall-Inseln, die etliche Traumatolle verseuchten, in dieser Gegend der Welt nur bedingt beliebt sind. Die Einreisebeamten erschienen vielmehr deshalb nicht, weil ihnen der Sprit für ihr Flugzeug ausgegangen war. Wegen der gerade wütenden SARS-Epedemie durften wir nicht ohne persönliche Inspektion die Yap-Insel Ifaluk besuchen, nur die als letzter Stop geplante und von Schildkröten bewohnte Insel Gaferut wurde uns gestattet. Doch auf dem Weg dorthin kam uns ein Taifun in die Quere und der Kapitän schlug deshalb den direkten Weg nach Guam ein, dem Endpunkt der Reise, wo wir vor dem Rückflug noch einen Tag verbringen konnten.


Mit dem Ofenrohr ins Gebirge schaut der Sterngucker bei der obligatorischen Äquatortaufe


Mehr als dieses Mini-Inselchen bekamen wir von Mikronesien nicht zu sehen

Guam als amerikanischer Stützpunkt war nun der reinste Kulturschock: Die Zivilisation hatte uns wieder. Festen Boden hatten wir dagegen immer noch nicht unter unseren Füßen: Die Überreste des abziehenden Taifuns ließen das hoch gebaute Hotel schwanken! Um 2 Uhr früh war die Nacht dann auch schon wieder vorbei, es ging zum Flughafen und über Tokio heim.


Einfahrt in den Militärhafen Guam


Historische Kanonen von 1810 in Fort Soledad auf Guam


Ein Japaner hielt sich nach dem zweiten Weltkrieg in Guam noch bis 1972 in einer Höhle versteckt


Blick auf die Hotels Guams vom „Two Lovers Point“, von dem sich einst ein Liebespaar in die Tiefe stürzte, das nicht heiraten durfte


Heute ist direkt hinter dem schicksalsschwangeren Aussichtspunkt eine Hochzeitskapelle, damit dies nie wieder passiert


Im Hard-Rock-Cafe Guam ist eigentlich das Mitbringen von Drogen und Atomwaffen untersagt – doch als Konzession an das US-Militär sind mittlerweile nur noch Drogen verboten


Im Riesenaquarium „Guam Underwaterworld“ kommen nun auch Nicht-Taucher auf ihre Kosten


Wer ihm im Meer so dicht gegenübersteht, hat ein Problem: Hochgiftiger Rotfeuerfisch

-> weiter: mehr Bilder und Videos der Reise

 
 
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